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T.V. Kovalyova, L.T. Pimenov, S.M. Denisov.
Die Dynamik der Hyperlipidaemie und des peripheren Blutflusses bei Patienten mit Diabetes
mellitus nach Behandlung mit kombinierter Laser-Therapie bei ambulant-poliklinischen Bedingungen
Der 2. internationale Kongress "Laser und Gesundheit-99": Quellen.- Moskau, 1999. – S. 313.
Mentor/Autor deutsche Version:
Prof. Dr. Peter Marti, Institut für LLLT & Naturheilkunde, CH–3600 Thun
Die Dynamik der Hyperlipidaemie und des peripheren Blutflusses bei Patienten mit Diabetes mellitus nach Behandlung mit kombinierter Laser-Therapie bei ambulant-poliklinischen Bedingungen.
Medizinische Akademie von Izhevsk, 2. städtisches Departament für ambulante Patienten, Izhevsk, Russland. Die Russische Medizinische Universität, 13. Klinik, Moskau, Russland.
Das Problem von metabolisch-vaskulären Störungen bei Fällen von Diabetes mellitus (DM) ist
eines der Hauptprobleme innerer Krankheiten.
Es ist bekannt, dass die diabetisch bedingte Angiopathie (DA) das Resultat einer generellen
pathologischen Stoffwechselstörung ist, vor allem in Bezug auf den Lipid- und den
Karbohydrat-Metabolismus, wenn die Zunahme der Blut-Konzentration des low-density
Lipoprotein-Cholesterins (LDL-C) und des very low-density Lipoprotein-Cholesterins (VLDL-C)
die Endothelien schädigt.
Es gilt als sicher, dass bei Fällen von Insulin abhängigem Diabetes mellitus (IDDM) auch eine
Hyperlipoproteinämie festgestellt werden kann. Dies resultiert aus der absoluten
Insulin-Insuffizienz und der reduzierten Aktivität der Lipoprotein-Lipase. Hyperlipoproteinämie
kann reversibel sein, wenn sie effektiv behandelt wird. Jede Dyslipoproteinämie bei Fällen von
DM ist nicht nur ein gewichtiger Risikofaktor bei der Entstehung von Arteriosklerose und
Herzkrankheiten, sondern auch einer der Hauptfaktoren einer spezifischen mikroangiopathischen
Pathogenese. Von grosser Bedeutung ist ausserdem die Tatsache, dass das Krankheitsbild von
Patienten mit DM bedingter Hypoxie in starkem Ausmass durch eine Dys- und Hyperlipidämie
verstärkt wird. Es kommt zu einem starken Anstieg des Insulinmangels und gleichzeitig zu einer
Abnahme der Sensibilität der Zellrezeptoren. Dies behindert die Behandlung der Patienten und
fördert das Fortschreiten der diabetischen Mikroangiopathie. Eine enge klinisch-metabolische
Verbindung zwischen Dyslipidämie, Hypoxie und Angiopathie bei Patienten mit IDDM macht es
notwendig, alternative Wege bei der Beseitigung von Sauerstoffmangel im Organismus zu
beschreiten.
Die diabetisch bedingte Störung des Leberstoffwechsels hängt mit einer Veränderung des
Lipidstoffwechsels zusammen. Die Veränderung der Interaktion zwischen Lipiden und den Rezeptoren
der Hepatozyten, die Inhibition der Lipolyse führt zu einer Hyperlipoproteinämie. Die häufigste
Störung des Lipidstoffwechsels in Fällen von Insulin unabhängigem Diabetes mellitus
(NIDDM) ist die Hypertriglyceridämie, normalerweise Typ IV, auf Grund der gesteigerten VLDL-C
Synthese. Dies geschieht auf Grund des gesteigerten Zuflusses des Substrates für die
Triglyzeridsynthese (TG) zur Leber, was zur Bildung von grossen VLDL-C Partikeln führt.
Obwohl die TG-Clearance wahrscheinlich auf Grund der reduzierten Aktivität der Lipoprotein-Lipase
vermindert ist, nimmt die Konzentration von VLDL-C ab, da es in LDL-C umgewandelt wird, wobei
sich der LDL-C Spiegel normalisiert.
Obwohl die LDL-C Werte den Standard nicht häufig überschreiten, so ist doch der Gehalt von TG in
diesen Partikeln normalerweise erhöht. Übrigens werden schätzungsweise bis zu 5% der Lysin-Reste
in apo-B glykosyliert, was zu einer Verringerung von Rezeptorbindungen von LDL-C und zu deren
Einlagerung in die Gefässwände führt.
In Fällen von NIDDM ist der der high-density Lipocholesterin Spiegel häufig erniedrigt, was
wahrscheinlich in vielen Fällen die Pathogenese der Arteriosklerose beeinflusst.
Eine stabile Kompensation des DM ist die Voraussetzung für die Prävention und die Behandlung von
DA. Sie umfasst die Normalisierung sowohl des Blutzuckerspiegels als auch anderer metabolischer
Werte. Jedoch verhindert eine gute metabolische Kontrolle nicht immer die Entstehung einer
diabetischen Nephropathie und einer Retinopathie, und die Normalisierung des Blutzuckerspiegels
fördert sogar manchmal deren Fortschreiten, was wahrscheinlich von der Hyperinsulinämie herrührt.
Hyperglykämie ist eng vergesellschaftet mit schädlichen Faktoren wie: Aktivierung des
metabolischen Nebenschlusses von Glucose in Sorbitol, Glykosilierung von Proteinen, der
Gefässwände und von Blutbestandteilen. Die Akkumulation von Sorbitol in den Gefässwänden und die
irreversible Glykosylierung führen zu Mikrozirkulationsstörungen, zu Störungen der
Endothelien-Funktion und zu einer Schädigung der Morphologie der Gefässwände. Der erhöhte
Spiegel von LDL-C und von VLDL-C im Blut beschädigt das Endothelium. Die diabetische Aktivierung
der Peroxidation von Lipiden (LPO) führt zu Vasokonstriktion, zur Schädigung von Zellmembranen
und zu Hyperkoagulation. Es deutet vieles darauf hin, dass die diabetische Angiopathie zu einer
Aktivierung von LPO führt. Pathognomonisch für DA sind: Hyperkoagulatives Syndrom und die
Entstehung von Mikrothrombose, die Zunahme der Zusammenballung von Thrombozyten, eine Tendenz
zur Verschlammung, kombiniert mit einer reduzierten antikoagulatorischen und fibrinolytischen
Blutaktivität. Bei der Pathogenes des koagulopathischen Syndroms bei DM spielen die
Prostaglandine eine wichtige Rolle, speziell ihre vasoaktiven Formen Prostacyclin und
Thromboxan. Der Blutspiegel von Thromboxan erhöht sich mit dem Fortschreiten von DA, speziell
die diabetische Nephropathie. In Fällen, wo sich eine Nephropathie zusammen mit einem
hypertensiven Syndrom entwickelt hat, wurde eine Reduktion der Prostacyclin/Thromboxan-Fraktion
festgestellt. Eine Hypoxie des Gewebes ist ein typischer pathophysiologischer Faktor für DM.
Die Untersuchungsergebnisse zeigen, dass bei der Entstehung und bei der Ausbreitung der
diabetischen Angiopathie Veränderungen im immunologischen Status beteiligt sind.
Diese sehen so aus: Verschiebung der Fraktionen zwischen T- und B-Lymphozyten und derer
gemeinsamen Interaktionen; Akkumulation zirkulierender Immuno-Komplexe; Reduktion der
allgemeinen komplementären Aktivität. Insulin, therapeutisch angewendet, kann auch Gefässwände
beschädigen. Es aktiviert eine Helferfunktion von T-Lymphozyten mit der daraus folgenden
Synthese von anti-Insulin-Antikörpern und der Bildung von Immuno-Komplexen.
Die Analyse der Forschungsresultate legt nahe, dass atherosklerotische Veränderungen von
Arterien durch Veränderungen der Hämodynamik in Venen und Kapillaren bedingt sind, welche
wahrscheinlich mit einer Veränderung der Fliesseigenschaften des Blutes in Zusammenhang stehen,
welche durch die Dyslipoproteinämie verursacht wird. Kürzlich konnte gezeigt werden, dass solche
Veränderungen mit steigender Hyperkoagulation im Blut verbunden sind.
Eine Störung der Mikrozirkulation wird augenscheinlich in Fällen von diabetischer
Mikroangiopathie, wenn die strukturellen Veränderungen der Kapillaren (Verdickung der
Basalmembrane) ausgebildet sind.
Eine der diabetischen Komplikationen ist ein vaskulärer Schaden vieler Organe (Retinopathie,
Nephroangiopathie, etc.), welche sich in schwerwiegenden Krankheitsbildern zeigen. Der Zustand
des mikrozirkulatorischen Systems determiniert die Prognose und ein Ausbrechen der Krankheit.
Späte vaskuläre Komplikationen - Diabetes bedingte Gefässverschlüsse an den Füssen,
Retinopathie, Nephropathie, Herzschlag - führen zu Frühinvalidität und zu einer hohen Mortalität.
Während der letzten Jahre sind überall Bestrahlungen als effektive therapeutische Massnahme mit
schwachem Laserlicht (LILI) durchgeführt worden, bei Patienten mit DM, oder mit anderen
degenerativ-dystrophen und inflammatorischen Krankheiten. Die Verbesserung des peripheren
Blutstroms ist einer der wichtigsten Punkte bei der Behandlung diabetischer Komplikationen.
Unter dem Einfluss von LILI findet folgender Prozess statt: Das System der Mikrozirkulation wird
auf Grund der Reduktion der spontanen Ansammlung von Blutzellen verbessert; die erythrozytäre
Aggregation nimmt zu; die Fliesseigenschaft des Blutes und der Sauerstofftransport verbessern
sich; die Dissoziation von Oxyhämoglobin wird erleichtert; die Aktivität der Enzyme der
Atmungskette wird erhöht; die Sauerstoffkonzentration in den Geweben normalisiert sich; die
arteriellen Gefässe dilatieren; die Lymphdrainage verbessert sich. Unter der Bestrahlung von
Blut mit He-Ne-Laser nimmt die Aktivität der Hauptenzyme des antioxidativen Schutzes
(Katalase und Superoxid-Dismutase) zu. Die oben erwähnten biologischen Effekte von LILI erklären
die progrediente Einstellung eines effizienten, normalen Stoffwechsels in den Geweben bei DM.
Während der letzten 8 Jahre beobachteten wir bei allen Diabetikern, die an unser Zentrum für
medizinische Beratung gelangten, Hyperlipidämie, eine Störung der Fliesseigenschaften des Blutes
und eine hyperkoagulative Disposition im koagulativen System. Länger dauernde Behandlungen mit
kombinierter Lasertherapie (CLT) hat vielversprechende Resultate geliefert: Wir beobachteten
praktisch bei allen Patienten einen klaren antiatherogenen Effekt. Trotzdem sind immer noch eine
Anzahl von Problemen zu lösen, welche den hypolipidämischen Effekt von intravenöser
Blutbestrahlung betreffen (ILBI).
Zielsetzung: Diese Studie versuchte die Dynamik des Lipidstoffwechsels im Blut und den klinischen
Nutzen bei Patienten mit IDDM und NIDDM in Funktion der Behandlung durch die kombinierte
Lasertherapie zu evaluieren – niederfrequente Laser-Strahlung im roten und nahen infraroten
Spektrum.
Übrigens versuchten wir die Vorteile der CLT-Behandlung bei Patienten mit DM als eine sehr
effektive, ökologisch saubere und perfekte medizinische Therapie mit einer deutlichen
Fettspiegel senkenden und lipotropen Wirkung im Vergleich zu den gängigen, teuren
pharmakologischen Medikamenten, welche eine Menge Nebenwirkungen haben, zu beweisen.
Material und Methoden
Während der letzten 3 Jahre beobachteten wir unter poliklinischen Bedingungen 218 Patienten
mit Diabetes mellitus, die zwischen 17 und 69 Jahren alt waren.
Die normalisierende Wirkung auf den Lipidstoffwechsel von CLT untersuchten wir bei 27 Individuen
(8 Männer und 19 Frauen). 7 Patienten litten unter IDDM, 20 unter NIDDM. Bei 6 Patienten war der
DM schwach ausgeprägt, 14 waren Grenzfälle und 7 Patienten waren schwer krank.
4 Patienten hatten bereits ein diabetisches Koma hinter sich. Bei den anderen Fällen war ein
diabetisches oder hypoglykämisches Koma nicht bekannt. Die diabetische Vorgeschichte bei diesen
Patienten variierte um zehn Jahre: bis zu 5 Jahren – 5 Patienten, 5 – 15 Jahre – 8 Patienten,
über 15 Jahre – 14 Patienten.
Wir führten eine abgestufte Therapie während eines Jahres durch. Wiederholte Behandlungen wurden
während 3 und 6 Monaten durchgeführt.
Für die Behandlung verwendeten wir ILBI mit konstanter He-Ne-Bestrahlung mit einer Wellenlänge
von 0,63 mm, einer Leistung von 2 mW und einer Bestrahlungszeit von 15-30 Minuten
(Geräte: "ALOK-1, ALTO"). Gleichzeitig bestrahlten wir perkutan mit niederfrequenter
Laserstrahlung im nahen infraroten Spektrum mit einer Wellenlänge von 0,89 mm, einer Leistung
von 5 – 20 mW in Kombination mit magnetischen Düsen ("Mustang"-Gerät) an folgenden Zonen:
Schienbein-Muskeln (Dosis 4,5 J, Frequenz 80 Hz), Leber, Pankreas, Milz-Projektionen mit einer
Frequenz von 150 Hz während 4 Min. an allen Zonen. Ein Therapie-Block bestand aus 8 – 10
Behandlungen an aufeinander folgenden Tagen (ausser am Sonntag).
Um dem Phänomen der "sekundären Verschlimmerung" vorzubeugen, kombinierten wir die Therapie mit
der obligatorischen Verabreichung des natürlichen Antioxitantiums AEVIT (Vitamine A, E) mit
einer täglichen Dosis von 600 mg.
Um den hypolipidämischen Effekt von CLT bewerten zu können, untersuchten wir die Dynamik von TC,
TG, LDL-C, HDL-C und die atherogene Rate (AR). Ebenfalls verfolgten wir die Werte des
Blutzuckers und den peripheren Blutfluss.
Um die Mikrozirkulation der Konjunktiven abschätzen zu können, benutzten wir ein Notensystem,
welches die Bewertung verschiedener Parameter der Mikrozirkulation beinhaltete
(vaskuläre Windung, Fliessgeschwindigkeit des Blutes, arteriovenöse Beziehungen, Aggregation
der roten Blutkörperchen, etc.).
Der Zustand der renalen Gefässe wurden durch den funktionalen Reuberg-Test
(Bestimmung der glomerulären Filtrationsrate) und durch Ultraschall kontrolliert.
Der Index für die Aktivierung der Thrombozyten wurde vor und 3 Wochen nach der Behandlungsperiode
gemessen.
Alle Patienten wurden vor der Behandlung untersucht, nach der ersten Behandlungsperiode,
während 3 Wochen nach dem Beginn der Behandlung und, ebenfalls, nach jeder weiteren Behandlung
während 3 Wochen.
Um den therapeutischen Effekt von CLT auf die Leberfunktion kontrollieren zu können, führten wir
eine Transaminase-Messung durch.
Resultate
Der Zustand der Patienten, die an DM litten (sowohl IDDM als auch NIDDM) und Komplikationen
hatten wegen diabetischer Angiopathie der unteren Gliedmasse, verbesserte sich nach 2 – 3
Sitzungen unter CLT. Es konnten durch Kapillarmikroskopie und Ultraschall-Rheovasographie
Ergebnisse der Dynamik erhalten werden. Klinische Verbesserungen (Abnahme oder Verschwinden von
Schmerzen, Krämpfen und Parästhesie; ("Wärmezunahme der Gliedmasse") konnte bei allen Patienten
verzeichnet werden.
Die Insulin ähnliche Wirkung von CLT ermöglichte die durchschnittliche tägliche Dosis von
Insulin (short and long) bei Patienten mit IDDM von 50±5,6 auf 29±3,2 internationale Einheiten
(p<0,01), das heisst um 42% der Ursprungsdosis, zu senken.
Am Ende der Behandlung sanken die Blutzuckerwerte bei nüchternem Magen der Patienten mit NIDDM
von 14,21±0,85 auf 11,27±0,67. In 3 Wochen nach Beginn der Behandlung sank der Blutzuckerspiegel
dieser Patientengruppe höchstens auf 6,01±0,35, das heisst 2,36-mal. Die Blutzuckerwerte bei
nüchternem Magen der Patienten mit IDDM nahmen sogar von 10,46±1,46 auf 11,82±1,65 zu. Und erst
nach der dritten Woche reduzierten sie sich auf 7,45±1,04, das heisst 1,4-mal.
Folglich ist ein deutlich positiver Effekt in Bezug auf den Kohlenhydrat-Stoffwechsel erreicht
worden. Auf Grund dessen wurden die Dosen von Insulin und Blutzucker senkenden Präparaten
beträchtlich gesenkt.
Am Ende der Behandlung verschwanden bei allen Patienten die Symptome von Diabetes,
Encephalopathie und Müdigkeit. Die Stimmung und der Schlaf der Patienten verbesserten sich.
Am 4. Tag der Behandlung von Patienten mit diagnostizierter diabetischer Nephropathie
(6 Individuen) steigerte sich die tägliche Diurese und das Hypertension-Syndrom milderte sich ab.
Die Verabreichung von Capoten und Captopril wurde 1,5 – 2-mal gesenkt.
Beim Analysieren der Resultate des Funktionstestes von Reuberg haben wir vor der Behandlung eine
Reduktion der glomerulären Filtrationsrate auf - 62,7±2,95 gemessen. 3 Wochen nach der ersten
Behandlungsperiode stieg sie auf 110,15±5,19. Während 3 Monaten nahm die glomeruläre
Filtrationsrate langsam ab auf 97,84±4,6, aber nach Beendigung der Behandlung stieg sie auf
111,41±5,25. Innerhalb von 6 Monaten änderte die glomeruläre Filtrationsrate folgendermassen:
vor der Behandlung: - 84,62±3,9, nach der Behandlung – 113,64±5,3.
Unsere Untersuchung hat also eine echte Zunahme der glomerulären Filtrationsrate gezeigt,
Diurese pro Minute, renale tubuläre Resorption. Wir haben innerhalb dieses Jahres keine
Verminderung der glomerulären Filtrationsrate auf die Anfangswerte festgestellt.
Die Verbesserung der renalen Blutzufuhr wurde durch Ultraschall bestätigt.
Die Thrombozyten-Affinität nahm nach der dritten Sitzung mit CLT ab. Es konnte durch die
reduzierte Thrombozyten-Aktivität bewiesen werden: von 1,25±0,05 auf 0,90,04 - nach der
ersten Sitzung, von 0,99±0,04 auf 0,87±0,04 - nach der zweiten Sitzung und von 1,01±0,04 auf
0,91±0,04 – nach der dritten Sitzung.
Die Resultate der ophthalmologischen Untersuchungen zeigten eine verbesserte retinale Zirkulation
bei den meisten Patienten mit diabetischer Retinopathie. Diese zeigte sich durch eine
Normalisierung der arteriovenösen Fraktion, Verblassen von Mikroaneurysma, Reduktion der
Plasmarrhagie, Resorption mikromakularer Hämorrhagie und des retinalen Ödems sowie in der
Verbesserung der renalen Durchblutung. Unter dem Einfluss von CLT nahm die Geschwindigkeit des
Blutflusses in den retinalen Gefässen um 35 – 38% zu. Die Zusammenlagerungen der roten Blutzellen
wurde 1,3 – 1,4-mal gesenkt.
Die Konzentrationen von Aspartataminotransferase (AST) und von Alaninaminotransferase (ALT)
überschritten die Normalwerte vor der ersten Behandlungsperiode nicht: AST – 26,28±1,23,
ALT – 21,04±0,99. Nach der ersten Behandlungsperiode nahm AST leicht bis 43,7±2,06 zu, und ALT
nahm auf 13,3±0,62 ab.
Während 3 Monaten (vor der Behandlung) sank AST auf 32,3±1,5 und ALT veränderte sich praktisch
nicht – 15,2±0,71. Nach der zweiten Behandlungsperiode sanken die oben erwähnten Werte wie folgt:
AST – auf 31,01±1,46, ALT – auf 12,9±0,6.
Während 6 Monaten (vor der Behandlung) veränderte sich der AST-Spiegel kaum merklich –
29,12±1,37, und ALT stieg leicht auf 16,74±0,78. Nach der dritten Behandlungsperiode blieben die
AST-Werte ohne auffällige Veränderungen – 31,45±1,48, und ALT sank auf 12,22±0,57.
Folglich verblieb der AST-Wert während der Behandlung mit CLT praktisch unverändert, während der
ALT-Wert beständig sank: nach der ersten Behandlungsperiode – 1,58-mal, nach der zweiten –
1,18-mal, nach der dritten – 1,37-mal. Wenn man in Betracht zieht, dass die spezielle selektive
Gewebespezialisation erlaubt, ALT als Marker-Enzym für die Leber zu betrachten, so kann man
ermessen, wie stark positiv die Wirkung von CLT auf die Leberfunktion ist. Die erhaltenen Werte
des Kohlenhydrat-Stoffwechsels und die Situation der diabetischen Angiopathie wurden kompensiert,
ohne sich während eines Jahres nach der Behandlung zu verschlechtern.
Vor der ersten Behandlungsdauer lag der durchschnittliche Wert von TC auf 8,2±0,38 mmol/l, der
TG-Spiegel erhöhte sich auf 2,14±0,1 mmol/l, HDL-C – sank auf 0,99±0,04 g/l und LDL-C –
erhöhte sich auf 7,87±0,37 g/l. In der Folge erreichte AR einen Wert von 8,73±0,41. Die
LDL/HDL-Fraktion betrug 9,44±0,44 (bei Normalwerten von unter 5).
Unmittelbar nach der Therapie wurden keine signifikanten Veränderungen des Lipid-Profils
beobachtet. Der TC-Spiegel stieg sogar leicht auf 2,51±0,11. Bei einem Teil der Patienten wurde
die Normalisierung der untersuchten Parameter von einer vorübergehenden Erhöhung von LDL-C von
7,87±0,37 auf 7,9±0,37 begleitet, die von TG – von 2,14±0,1 auf 2,51±0,11, was wahrscheinlich
mit der intensivierten Biosynthese von Lipiden durch den verbesserten Leberstoffwechsel im
Zusammenhang steht. Gleichzeitig stieg die Konzentration von HDL-C von 0,99±0,04 auf 1,14±0,05.
Der AR-Spiegel sank seinerseits von 8,73±0,41 auf 6,31±0,29.
Die hypolipidämische Wirkung von CLT wurde nach 3 Wochen nach Behandlungsbeginn festgestellt,
wobei der TC-Spiegel von 8,2±0,38 auf 5,31±0,25 sank, das heisst 1,54-mal (p<0,01).
Ein Prozess zur Reduktion von TG von 2,14±0,1 auf 1,69±0,07 (das heisst 1,3-mal, p<0,01)
und die Erhöhung von HDL-C von 0,99±0,04 auf 1,42±0,06 (das heisst 1,4-mal), wurde gemessen.
Die Konzentration von LDL-C sank von 7,87±0,37 auf 6,63±0,31, das heisst 1,2-mal (p<0,01).
Der AR-Spiegel sank von 8,73±0,41 auf 2,66±0,12, das heisst 3,3-mal (p<0,05).
Die LDL/HDL-C-Fraktion sank von 9,44±0,44 auf 4,72±0,22, das heisst zweimal.
3 Monate nach der ersten Behandlungsperiode wurden alle Patienten wiederholt der Untersuchung
des Fettprofils unterzogen. Der Zustand der Gefässe auf dem Augenhintergrund sowie die renale
und hepatische Funktion (AST- und ALT-Werte) wurden ebenfalls untersucht.
Vor der Behandlung blieb der TC-Spiegel auf dem erreichten Niveau (5,42±0,25) und veränderte
sich nach der Behandlung kaum – 5,27±0,24. Während 6 Monaten stieg TC leicht auf 6,01±0,28 und
endete bei 5,28±0,24.
Vor der Behandlung blieb der TG-Spiegel nahezu konstant (1,72±0,08) und sank nach der zweiten
Behandlungsperiode auf 1,51±0,07. Während 6 Monaten blieb der TG-Spiegel praktisch unverändert:
vor der Behandlung - 1,62±0,07, nach der Behandlung - 1,54±0,07.
Wahrscheinlich ist die Reduktion des TG-Spiegels sehr wichtig für die Verbesserung der
Blutrheologie.
Während des ganzen Behandlungsverlaufs nahm der LDL-C-Spiegel kontinuierlich ab, stärker -
vor und nach der zweiten Behandlungsperiode.
Vor der Behandlung betrug der LDL-C-Spiegel 6,21±0,29 und nach der durchgeführten Therapie
betrug er 5,42±0,25. Während 6 Monaten blieb die LDL-C-Rate praktisch konstant: vor der
Behandlung - 5,82±0,27, nach der Behandlung - 5,7±0,26.
Vor der Behandlung stieg der HDL-C-Spiegel weiter von 1,42±0,06 auf 1,61±0,07 und 3 Wochen nach
der Behandlung stieg die HDL-C-Rate auf 1,67±0,07. In 6 Monaten änderte sich die HDL-C-Rate wie
folgt: vor der Behandlung – 1,39±0,06, nach der Behandlung – 1,42±0,06.
Die AR-Rate zeigte eine kleine Reduktion nach der ersten Behandlungsperiode. Vor der zweiten
Behandlungsperiode betrug sie 2,36±0,11 und nach der Therapie – 2,15±0,10. Während 6 Monaten
stieg die AR-Rate auf 3,3±0,15 und nach der Therapie sank sie auf 2,7±0,12.
Die LDL/HDL-C-Fraktion zeigte eine Tendenz abzunehmen: vor der Behandlung - 3,85±0,18, nach der
Behandlung – 3,24±0,15. Während 6 Monaten stieg sie leicht auf 4,18±0,19 und nach der Behandlung
sank sie auf 4,0±0,18.
Wenn wir über die Dauerhaftigkeit der erhaltenen positiven klinischen Resultate sprechen wollen,
so müssen wir den Langzeit-Effekt von CLT auf den wichtigsten, pathogenetisch signifikanten
Faktor, die Verschiebung des Lipid-Metabolismus, beachten.
Folglich hat sich ein ein Anstieg des HDL-C-Spiegels bei Patienten, die mit CLT behandelt wurden,
erwiesen (p<0,05), der sich in der frühen Katamnese eingestellt hat, und der auch nachher
andauerte (bis zu 6 Monate). Eine kleinere Dynamik wurde in Bezug auf das Phänomen der
LDL-C-Reduktion festgestellt, mit einer Stabilität von 2 - 3 Monaten. Die AR-Rate bei
Patienten mit DM sank während der ganzen Dauer der Untersuchungen 3,3-mal und die
LDL/HDL-C-Fraktion sank 2-mal.
Es kann also geschlossen werden, dass unsere erste Untersuchung der ambulanten Verabreichung
der Laser-Therapie einen klaren Effekt auf die Normalisierung des Fettprofils bewiesen hat.
Es wurden keine Nebenwirkungen oder Komplikationen beobachtet. Es muss an dieser Stelle auch
gesagt werden, dass es allgemein bekannt ist, dass hypolipidämische Medikamente eine Anzahl
Nebenwirkungen hervorrufen.
Übrigens stellten wir einen offensichtlichen, klinischen Effekt fest: die Verbesserung sowohl
des Kohlenhydrat-Stoffwechsels als auch der Situation der diabetischen Angiopathie der unteren
Gliedmasse, der retinalen und renalen Gefässe bei Patienten mit DM, was während eines Jahres
nach der Behandlung anhielt.
Schlussfolgerungen
Man kann sicher sagen, dass:
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